Die Anlage des Sportzentrums Dresden-Blasewitz, ehemals Ruderzentrum Blasewitz, besteht aus Sporthalle, Bootshalle und Funktionsgebäude. Die modern ausgestattete Sporthalle mit ihrer auffälligen doppelt gekrümmten Betonschalendachkonstruktion aus den 1970er Jahren liegt direkt an der Elbe. Optisch markant sind die schrägen Betonstützen, die in der Mitte jeder Seite der Halle die Lasten der selbsttragenden Stahlbetondecke abfangen. Das Gebäude steht exemplarisch für die Ost-Moderne und wurde 2008 unter Denkmalschutz gestellt.
im Villenviertel Dresden-Blasewitz; linkselbisch, unweit der Loschwitzer Elbbrücke "Blaues Wunder"
Sportanlage, dem Eigenbetrieb Sportstätten- und Bäderbetrieb der Landeshauptstadt Dresden zugehörig; Vermietung an Sportvereine, Nutzung durch etwa 800 Sportler; Sportarten: Judo, Boxen, Ball- und Kampfsport, Wassersport (Kanu, Rudern, Seesport); Stützpunkt der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
Sporthalle in sehr gutem, erneuertem Zustand, Glasfassade, Inneneinrichtung neuwertig; ursprüngliches Bausubstanz des Funktionsgebäudes und des Verbindungsganges zur Sporthalle aus den 1970er Jahren wurde abgerissen und durch Neubauten ersetzt (2011); Bootshalle in gutem Zustand
Sportanlage nach dem Entwurf der Architekten Ingo Schönrock und Kollektiv; Sporthalle monolithischer Stahl-Glas-Betonbau mit Dachschale aus vier zusammengesetzten hyperbolischen Paraboloiden, konstruiert von Bauingenieur Ulrich Müther; sattelförmige Gegenkrümmung ermöglicht eine weit spannende, stützenfreie Dachkonstruktion bei einer Betondicke von nur 6 cm in der Fläche; 2002 Elbeflut mit resultierenden Schäden an Gründung und Industrieverglasung der Fassaden; umfassende Sanierung und Umgestaltung nach Konzept der see architekten, 2005 u. a. nicht durchsichtiges Profilglas der Fassaden durch Klarsichtfenster ersetzt und Stahlrahmenkonstruktion der Fassaden stark veringert - Wirkung der Sporthallen-Architektur transparenter und flächiger, Dynamik der Dachkonstruktion anschaulicher; 2011 Bezug der Neubauten des Funktiongebäudes und Verbindungsganges, Gliederung des Vorgängerbaus aus den 1970er Jahren wurde übernommen, der neue Verbindungsbau besteht aus Glas und lässt die Sporthalle mit der Betonschalenkonstruktion besser zur Geltung kommen
Sozialistische Baukunst
Moderne zeitgenössische Architektur
1970-72, 2002/2005
20. Jahrhundert,
21. Jahrhundert
zwischen 2,80 m hohen, massiven Trennwänden mit aufgedoppelten, gelochten MDF-Platten sind Heizung, Lüftung, Schallschutz, Elektrik und Beleuchtung untergebracht, über 2,80 m Weiterführung der Trennwände bis Raumabschluss als transparente Glaswände, somit seit Umgestaltung Blickfreiheit auf attraktive, schwebende Dachkonstruktion ohne Installationen jeglicher Art: Lüftungszentrale auf Deckenplatte des neuen Sanitärtraktes, Leitungsführung und Verteilung aller technischen Medien im Hohlraum des ehemaligen Achter-Ruderbeckens
ehemaliges Leistungszentrum für Rudersport, ursprünglich enthielt Sporthalle vier Kanubecken, ein Achter-Rudersimulationsbecken, eine kleine Sporthalle sowie Krafträume und Sanitärtrakt mit Sauna; starke Ähnlichkeit des architektonisch wertvollen Betonschalenbaus zur Hyparschale des Ausstellungszentrums "Rotes Horn" (Ulrich Müther, 1969) in Magdeburg.